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Über Osmium » Vorkommen

Über allgemeine Quellen wie Wikipedia findet man Zahlen, wie der vermutete Osmium Anteil in der Erdkruste von 1 · 10−8 Teilen. Selbst damit wäre Osmium extrem selten. Allerdings werden die Zahlen hochgerechnet und sind aus diesem Grund je seltener ein Metall ist, um so ungenauer. Osmium ist allerdings in der Regel mit den anderen Platinmetallen Ruthenium, Rhodium, Iridium, Palladium und Platin vergesellschaftet. Aus diesem Grund kann man Musterrechnungen anstellen, die die Mengen an Osmium etwas besser definieren.

Das Osmium-World-Council gibt in seinem jährlichen Bericht jeweils die neuesten Zahlen bekannt. Diese Zahlen findet man auf der Seite www.osmium-world-council.com. Das Erheben der Zahlen über die Produzenten ist mit großen Schwierigkeiten verbunden, da China und Osmium solche Angaben als Staatsgeheimnisse behandeln. Auch die Angaben der aktuellen Hersteller und Raffinerien sind hochvolatil und teilweise spekulativ. Deshalb sind die genannten Zahlen nie genau, besitzen aber einen hohen indikativen Charakter. In den letzten Jahren haben sich die Annahmen der realen Reserven und der real verfügbaren Mengen an Rohosmium aber mit einer klaren Tendenz nach unten entwickelt.

Die Vorkommen sind in Ressourcen und Reserven unterteilt. Also in die geschätzten Vorkommen an einer Mine und in die möglicherweise real abbaubaren aber gesicherten Vorkommen. Dabei ist jedoch noch nicht gesagt, ob die abgebauten Mengen aus den Hauptmetallen auch abgeschieden werden, da der Prozess ob der genannten geringen Mengen nicht ökonomisch ist. Auf tausende Tonnen von Erzen kommen oft nur wenige Gramm Rohosmium, welches dann auch noch stark verunreinigt ist. Die Herausforderung für den Osmium Markt ist die Reinigung auf extreme Qualitäten im Bereich von 9N, um Osmium kristallisierbar zu machen und damit seiner Hauptanwendung im Sachanlage- und Schmuckmarkt zuzuführen.

Osmium kommt manchmal auch in hauchdünnen Plättchen gediegen vor, aber auch gebunden als Selenid, Sulfid oder Tellurid. Im Prozess der Trennung von anderen Metallen geht es in der Regel unter der Sauerstoffzufuhr im Prozess der Reinigung im Rauchgas verloren und wird in die Atmosphäre abgegeben. Diese Mengen gehen unwiederbringlich verloren, obwohl sie bei den Reserven an den Lagerstätten mit angegeben werden. So wird das seltenste nicht-radioaktive Metall der Welt noch seltener.

Generell gibt es Osmium verschiedene Vorkommen die man in primäre und sekundäre Lagerstätten unterscheidet. Primäre Lagerstätten sind international verteilt und beinhalten als Hauptmetalle Kupfer, wichtiger jedoch auch Nickel und selten Chrom und Eisen. Hier sind sehr kleine Mengen an Platinmetallen gebunden. Damit sind sie jedoch noch nicht gewonnen und im Rahmen der Trennung der Industriemetalle werden sie auch wegen der geringen Anteile oft nicht getrennt. Die Vorkommen an eigenständigen Osmiumerzen, die man sich wünschen würde, existieren leider nicht. Teile der Osmiumvorkommen entstammen der Rhenium Zerfallsreihe, sind vergesellschaftet mit den Platinmetallen in Minen oder entstammen den Einschlägen extraterristrischer Objekte in der Frühzeit der Erde.

Neben den bekannten Erzen existieren sekundäre Seifenlagerstätten, in denen auch Osmium vor Allem aber die weiteren Platinmetalle in Spuren gediegen vorkommen. Dabei wurden die Metalle nach Verwitterung vom Wasser ausgewaschen und haben sich dichtebedingt wie Gold in Placers abgelagert. Gefunden wird hier die natürliche Legierung Osmiridium oder je nach Osmium Anteil auch Iridosmium.

Die wichtigsten Vorkommen sind die platinmetallreichen Nickelerze in Kanada (Sudbury, Ontario), Russland (Ural) und Südafrika (Witwatersrand). Sekundäre Lagerstätten sind unbedeutend und sind geografisch am Ural aber auch in Südamerika und Afrika sowie Indonesien zu finden.

 
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