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Eine Osmiumverbindung, von der wir bereits gehört haben, ist das Osmiumtetroxid. Kristallines Osmium ist keine Verbindung sondern nur eine Kristallisationsart des reinen Elementes, die auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften bis 400 Grad Celsius ungiftig ist.

Gebildet wird es durch die Reaktion von Oxidationsmitteln wie Salpetersäure auf elementares Osmium. Beim Osmiumtetroxid handelt es sich um einen leicht flüchtigen Feststoff, der eine stark oxidierende Wirkung besitzt.

Im Gegensatz zu den meisten Oxidationsmitteln kann die Oxidation mit Osmiumtetroxid unter stereochemischer Kontrolle ablaufen. Obwohl es eine teure und toxische Verbindung ist, hat Osmiumtetroxid einige Anwendungen.

So wird es beispielsweise in der Spurensicherung bei Fingerabdrücken eingesetzt. Ebenfalls dient es zur Kontrastverstärkung von Zellmembranen in der Elektronenmikroskopie.

 

Eine weitere Verbindungsart sind die Komplexverbindungen des Osmiums. Von dem eben besprochenen Osmiumtetroxid stammen die sogenannten Osmate ab. Es handelt sich dabei um anionische Sauerstoffkomplexe.

Die Komplexverbindungen gibt es auch mit anderen Liganden, wie Ammoniak, Cyanid, Kohlenstoffmonoxid und Stickstoffmonoxid. Ist der Ligand organischer Natur (Beispiel: Cyclopentadien) kann ein Osmocen gebildet werden. Sie gehören zur Gruppe der Metallocene.

 

Isotope

Osmium besteht aus einer Mischung aus sieben stabilen Isotopen: Osmium-192 mit 41 Prozent, Osmium-190 mit 26,4 Prozent, Osmium-189 mit 16,1 Prozent, Osmium-188 mit 13,3 Prozent, Osmium-187 mit 1,6 Prozent, Osmium-186 mit 1,58 Prozent und Osmium-184 mit 0,02 Prozent.

Das einzige natürliche radioaktive Isotop ist Osmium-186 mit einer Halbwertszeit von rund zwei Billiarden Jahren.

Daneben existieren noch 27 kurzlebige Isotope, von denen Osmium-194 mit sechs Jahren die längste Halbwertszeit aufweist.

Das Verhältnis der Isotope Osmium-187 zu -186 macht man sich in Rhenium-Osmium-Chronometern zu Nutzen. Diese werden zur Altersbestimmung von Eisenmeteoriten eingesetzt.

 

 
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